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Historien

Kapellen, ein Ort der nach der Kirche benannt ist.

Das ursprüngliche Patrozinum (Benennung einer Kirche) ist nicht das heutige St. Clemens, sondern das der Heiligen Kosmas und Damian. Es wurde nach der Zwangsvereinigung mit St. Johannes Baptista Gilverath 1804 beim Kirchneubau 25.7.1836 bis 1838 aufgegeben. Die Gründung der Capella-Kapellen wird auf das 9 Jahrhundert geschätzt, da die Bezeichnung eines Gotteshauses als Kapelle in unserer Gegend erst nach dem Bau der Aachener Pfalzkapelle Karls des Großen gebräuchlich wurden. Diese diente als Aufbewahrungsort des Mantels, der cappa/capella, des hl. Martin von Tours. Bis heute hat sich die Fremdwortbedeutung auf der zweiten Silbe (Kapéllen) erhalten; Der Name wurde nicht zu Kappel oder Käppel.

Kapellen ist deshalb als ein früher Rodungsort vielleicht schon des 9.Jahrhunderts anzusetzen, für den der Bau eines Gotteshauses namengebend wurde. Wer diesen Bau und damit die Siedlung begründete ist unbekannt.

 

Die alte Kirche Kosmas und Damian in Kapellen

Die alte Kirche lag etwa 100 Meter östlich der heutigen Kirche St.Clemens. Das Kirchengebäude war klein, nur 12 Meter lang und hatte mit den Seitenschiffen eine Breite von etwa 11 Metern. Das Kirchengebäude war teilweise mit Ziegeln und Tuffsteinen gebaut, teilweise aber auch in Basalt ausgeführt. Das Dach war mit Schiefer bedeckt. Das Gebäude hatte schmale Fenster und war deshalb schlecht und nur unzureichend beleuchtet. Eines der Seitenschiffe war mit einem Altar besetzt, das andere wurde als zum Mittelschiff gehörende benutzt, in dem der Hauptaltar stand. Im Innerem des Kirchengebäudes war Platz für etwa 130 Personen.

 

Grundriss der alten Kirche in Kapellen

 

Die alte Kirche St. Johannes in Gilverath

Das Kirchengebäude stand an der nördlichen Erftseite gegenüber des Gilverather Hofes. Die Filialkirche zu Gilverath war auf der Höhe an einem Abhang gelegen. Sie war 21m lang, wovon der Turm 3m, das Schiff 13m und der Chor mit der davorstehenden Kapelle 5m enthält. Das Mittelschiff war 4,5m und das Seitenschiff 3m breit. Sie bestand teils aus Ziegeln teils aus Basalt und Tuffstein. Das Dach war mit Schiefer bedeckt. Im Innerem des Gebäudes war Platz für ungefähr 190 Personen.

 

 

Grundriss der alten Kirche in Gilverath 

 

 

 

Die neue Kirche St.Clemens

1804 wurde die Pfarre Gilverath unterdrückt und der Pfarre Kapellen zugewiesen. Da die alten Parrkirchen sich zu klein für die neue Pfarre erwiesen, wurde nach langjährigen Streitigkeiten um den Bauplatz eine neue Kirche zwischen beiden Orten errichtet, die 1838 vollendet war und als Patron den heiligen Clemens erhielt. 1851 wurde sie konsekriert. Die alten Pfarrkirchen wurden niedergelegt. 1956/58 wurde die Kirche durch Anbau eines Chorraumes und einer Sakristei erweitert. Der neue Altar 1958 konsekriert.

 



die die heutige Kirche St. Clemens
 
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© 2010 St. Clemens Kapellen
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